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SchuldnerAtlas Flensburg und Neumünster 2010
SchuldnerAtlas Flensburg und Neumünster 2010
6,5 Millionen Deutsche überschuldet - Anstieg gegenüber dem Vorjahr
Flensburg, 12.11.2010
Der SchuldnerAtlas untersucht, wie sich die Überschuldung privater Verbraucher innerhalb Deutschlands verteilt und entwickelt. Überschuldung liegt dann vor, wenn der Schuldner die Summe seiner fälligen Zahlungsverpflichtungen auch in absehbarer Zeit nicht begleichen kann und ihm zur Deckung seines Lebensunterhaltes weder Vermögen noch Kreditmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Kurz: Die zu leistenden monatlichen Gesamtausgaben sind höher als die Einnahmen.
Mit Hilfe der Schuldnerquoten, das heißt dem Anteil der Personen mit so genannten Negativmerkmalen im Verhältnis zu allen Personen ab 18 Jahren, kann die Überschuldung in ihrer geographischen Verteilung dargestellt werden. Die Negativmerkmale setzen sich zusammen aus aktuell vorliegenden juristischen Sachverhalten (Haftanordnungen zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung, Abgabe der eidesstattlichen Versicherung und Privatpersoneninsolvenz), unstrittigen Inkasso-Fällen gegenüber
Privatpersonen und so genannten nachhaltigen Zahlungsstörungen.
Die vorliegende Analyse auf der Basis des Daten- und Kartenmaterials der Creditreform Tochterfirmen CEG Creditreform Consumer GmbH und microm Micromarketing-Systeme und Consult GmbH (beide Neuss) zeigt die Entwicklung der Schuldnerquoten für die Jahre 2004 bis 2010 in Deutschland. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Situation in Schleswig-Holstein und den Städten Flensburg und Neumünster.
Die Überschuldungssituation von Verbrauchern in Deutschland hat sich seit dem Vorjahr wieder verschlechtert. Allerdings hat sich die Überschuldungslage nicht so dramatisch negativ entwickelt, wie es noch im Vorjahr angesichts der Folgewirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise zu erwarten war. Insbesondere die deutlich positivere Konjunkturlage und die damit einhergehende Belebung des Arbeitsmarktes haben ein stärkeres Ansteigen der Schuldnerquoten verhindert. Die positive
Bedeutung der von der großen Koalition 2008 / 2009 beschlossenen Kurzarbeitsmodelle und ihre Stabilisierungsfunktion für die Einkom-
menssituation der deutschen Verbraucher ist hierbei ebenfalls nicht zu unterschätzen. Sie haben den deutschen Arbeitsmarkt in der Hochzeit der Finanz- und Wirtschaftskrise maßgeblich vor einem „Absturz“ bewahrt.
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